Saison Ausstellungen

„Schattenspiel & Geflüster”
von Karin Wiberg, Skulptur, und Ida Magntorn, Fotografie, ist eine Kunstinstallation in den Gärten von Astrid Lindgrens Näs, die vom 11.05. – 29.09. gezeigt wird.


„Ein merkwürdiges Kind“
Im Obergeschoss des Kornspeichers ist eine Ausstellung über Astrid Lindgrens drei Geschwister zu sehen, die alle auf dem Hof Näs aufgewachsen sind. Die Ausstellung ist eine Produktion und Eigentum der Nichten und Neffen Astrid Lindgrens.
Öffnungszeiten  11.05. – 29.09.


En lycklig ö
Am 29. Juni wird die Ausstellung En lycklig ö – 30 år av ord och bild (Eine Insel des Glücks – 30 Jahre Wort und Bild) mit der Illustratorin und Schriftstellerin Marit Törnqvist eröffnet. Die Ausstellung handelt von der Kraft der Erzählung, Marits Oeuvre und Engagement für eine bessere Welt und ihrer ganz besonderen Beziehung zu Astrid Lindgren.

Öffnungszeiten 29/6-3/11.


Marit Törnqvists Oeuvre wird in einer großen Ausstellung in Astrid Lindgrens Näs zusammengefasst.

1989 feierte Marit Törnqvist ihr Debüt als Illustratorin für Astrid Lindgrens Als der Bäckhultbauer in die Stadt fuhr. Danach haben sie jahrelang intensiv zusammengearbeitet, nicht zuletzt, als Marit Törnqvist die Welten für den Märchenzug im Stockholmer Junibacken entworfen hat. Jetzt – 30 Jahre und ein ganzes Künstlerleben später – kommt ein neues Buch heraus, in dem Marit Törnqvist Astrid Lindgrens Schlaflied, Schlaft alle, illustriert hat. Gleichzeitig wird Marit Törnqvists Oeuvre in einer großen Ausstellung in Astrid Lindgrens Näs zusammengefasst.
„Es ist ein fantastisches Gefühl, hier auszustellen. Denn auch wenn Astrid nicht mehr lebt, ist sie oft wie eine kleine Stimme in meinem Kopf dabei, die mir gute Tipps gibt. Darum ist es so schön, an dem Ort auszustellen, an dem sie aufgewachsen ist“, sagt Marit Törnqvist am Telefon aus Amsterdam, wo sie einen Teil des Jahres wohnt.

In der Ausstellung erhalten wir Einblicke in ihre einzigartige Beziehung – beispielsweise, dass Marit im Alter von zehn Jahren zusammen mit einer damals 65-jährigen Astrid Lindgren im Heu herumgehüpft ist.
„Daraus habe ich gelernt, dass man nie aufhören muss, zu spielen. Auch mit 65 geht das noch“, sagt sie lachend.

Marit Törnqvist hat sowohl ihre eigenen Erzählungen als auch die Erzählungen anderer illustriert, viele renommierte Aufträge erhalten und wurde mit mehreren Preisen und Auszeichnungen für ihre Bücher ausgezeichnet. Die Ausstellung besteht aus vielen Originalillustrationen, hier wird jedoch auch der Arbeitsprozess selbst geschildert. Der Besucher darf einen Blick in Marits Atelier werfen, dabei zuschauen, wie ein Buch entsteht, sich „misslungene“ Bilder ansehen, die Marit aussortiert hat, und sich selbst in unterschiedlichen Illustrationstechniken versuchen. Hier erfahren wir auch mehr über Dinge, die Astrid Lindgren und Marit Törnqvist gemein hatten: Die Sehnsucht nach der Kindheit, den Wechsel zwischen hell und dunkel und das Engagement für eine besserer Welt.
„Ich versuche, mich mit Sachen zu beschäftigen, die mich berühren, die sich irgendwie wesentlich anfühlen“, so Marit Törnqvist.

Das hat dazu geführt, dass sie sowohl im Dschungel in Suriname als auch in Armenvierteln in Teheran Workshops mit Kindern veranstaltet.
„Es ist fantastisch, auf diese Weise zu malen. Es wird zu einer Brücke, einer im Prinzip wortlosen Kunstform, die überall funktioniert. “

2016 ergriff Marit Törnqvist die Initiative, damit 30 000 Bilderbücher auf Arabisch an gerade angekommene Flüchtlingskinder in Schweden verteilt wurden, und gegenwärtig engagiert sie sich für die schwierige Situation afghanischer Flüchtlinge.
„Ich bin gerade irgendwie auf einer Entdeckungsreise. Ich weiß nicht, was ich als nächstes machen werde, aber ein Großteil meiner Arbeit handelt von meiner Überzeugung, dass es Kindern hilft, über sich selbst zu erzählen. Ganz gleich, ob sie malen oder schreiben, und ausgehend davon über ihre eigenen Erlebnisse nachdenken.“

„Als ich die Ausstellung zusammen mit Marit geplant habe, habe ich eine Schriftstellerin mit einem enormen Engagement und hoch gesteckten Zielen kennengelernt. Es macht Spaß und erscheint mir wichtig zu erzählen, wie breit ihr Oeuvre ist“, so Anneli Karlsson, Produzentin in Astrid Lindgrens Näs, abschließend.